Miba-Forum in Laakirchen

Miba-Forum in Laakirchen
Tradition und Identität einerseits, Innovationsgeist und Zukunftsorientiertheit andererseits – so präsentiert sich das Miba Forum, das neue Headquarter der Laakirchner Technologiegruppe. Mit dem von Delugan Meissl Associated Architects entworfenen Gebäude geht das Unternehmen einen für die österreichische Industrie neuen Weg in der Büroarchitektur.

 
Standort: Laakirchen
Bauherr: MIBA AG
Architekt/Planer: Delugan Meissl Associated Architects
Baustoff: Tasche eckig in dunkelbraun-matt in drei Längen
Ausführende Firma:
Spitzer Gesellschaft mbH, Graz

 

Die Architektur und das Raumkonzept des Miba Forums brechen bewusst mit traditionellen Formen des Arbeitens. Offene Räume, flexible Arbeitsplätze und eine große Zahl an Besprechungs- und Kreativitätszonen machen Team- und Abteilungsgrenzen durchlässig. So wird der Austausch von Informationen, Ideen und Lösungsansätzen quer über die unterschiedlichsten Unternehmensbereiche erleichtert.

Konzipiert und umgesetzt wurde das Gebäude vom preisgekrönten Wiener Architekturbüro Delugan Meissl Associated Architects. „Das Miba Forum ist eine Neuinterpretation des in Oberösterreich sehr verbreiteten Vierkanthofes“, erklärt Architekt Roman Delugan: „Eine regional verankerte Bauform wurde gewählt, um den Anforderungen an das Gebäude als Begegnungs- und Kommunikationsstätte mit Anspruch auf Repräsentation eines weltweit tätigen Unternehmens gerecht zu werden.“

Aufbrechen traditioneller Bürostrukturen

Dabei wurde der in der Region traditionelle Vierkanthof neu interpretiert. Die geschlossene Form wurde gewählt, weil unterschiedliche Arbeitsbereiche aus Gründen der Effizienz unter einem Dach vereint und vernetzt werden sollten. Gleichzeitig begünstigt diese Gebäudeform innere Verbindungen und Durchlässigkeit bei gleichzeitiger Abgrenzung nach außen. Auf einer Fläche von rund 4.600 m2 finden sich Arbeitsbereiche, Konferenz-, Besprechungs- und Schulungsräume. Die unterschiedlichen Funktionsbereiche befinden sich auf zwei Geschoßen um einen Innenhof gruppiert.

Das Obergeschoß ruht als Holzkonstruktion auf dem Stahlbeton-Massivbau darunter. Das schlanke Tragwerk aus Buchen-Furnierschichtholz spannt ein mehrfach geneigtes und geknicktes Dach auf, unter dem sich die Bürolandschaft entfaltet. Die Längsfirste des Baukörpers sind geneigt und verlaufen nicht parallel zur Traufe. Dadurch entsteht zur geometrischen Auflösung an den Hofseiten ein Knick in der Dachfläche, der sich auch im Innenraum wiederfindet.

Besonderes Dachdesign

Auf rund 2.000 Quadratmetern Dachfläche wurden Tondach-Ziegeln Tasche eckig in dunkelbraun-matt eingedeckt. Die Dachziegel wurden wegen der sichtbaren Zuschnitte an den Knicklinien dunkelbraun durchgefärbt und in drei unterschiedlichen Längen hergestellt. Die Farbgebung entspringt dem generellen Farbkonzept der Architekten. Gestalterisches Ziel war es, die strenge Linienführung der klassischen Tasche zu verwischen und eine homogen wirkende Fläche zu erzeugen.

 

Für die First- und Gratabdeckung wurden winkelförmige, auf die Dachgeometrie abgestimmte Sonderziegel entwickelt. Um ein möglichst ungestörtes Flächenbild zu gewährleisten, wurde die Ablüftführung aus dem Unterdach anstelle von Lüfterziegeln über durchlaufende Lüftungsbänder realisiert, die unter den First- und Gratziegeln verlegt sind.

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