Objektreport Chaletdorf am Weißensee

Chaletdorf am Weißensee
Eingebettet in die wunderschöne Naturkulisse am Kärntner Weißensee präsentiert sich ein Hotelkomplex der besonderen Art: das Lei.Do Appartmenthotel Regitnig in Techendorf – eingedeckt mit Figaro Deluxe in den Farben anthrazit und weiß-grau antik.

 
Standort: Techendorf
Bauherr: Irmgard und Peter Eder
Architekt/Planer: Stefan Thalmann/okai architekten
Baustoff: Figaro Deluxe Engobe anthrazit und weiß-grau antik
Ausführende Firma:
Leopold Dorer GmbH,  Dölsach

 

Der Ort Techendorf ist baulich durch einen Mix aus großen Hotelbauten und kleineren Wohnobjekten im Zentrum dominiert, hingegen wird die Gebäudestruktur gegen Osten viel kleinteiliger und sanfter. Diese Kleinteiligkeit wurde auch in der Planung der Appartmentanlage mit 18 vermietbaren Einheiten weitergeführt und so entstanden reihenhausähnliche Wohntypen bzw. Geschoßwohnungen, welche sich teilweise in den Hang integrieren und die Hangneigung für die Höhenstaffelung nutzen. Dadurch wird dem Gast ein einzigartiger Blick auf den See ermöglicht - bei gleichzeitiger Intimität eines Eigenheimes. Die Beibehaltung dieses persönlichen Charakters war für die Bauhherren, die Hoteliers Irmgard und Peter Eder, besonders wichtig.

Dynamisches Spiel mit den Giebeln

Aus den intensiven Diskussionen im Gestaltungsprozess wurde ein Konzept aus ost-west gerichteten, massiven Sockelgeschoßen entwickelt, auf welchem zum See orientierte, kleine Giebelhäuser platziert. Die Dachneigung der Satteldachhäuser wurde an alte Dachneigungen im Ort angepasst und variiert zwischen 30° und 40° Neigung. So ergibt sich, trotz der großen verbauten Kubaturen, ein dynamisches Spiel kleiner Giebelansichten.

„Bei der Planung hat sich sehr schnell herauskristallisiert, dass die Dachneigungen der einzelnen Objekte unterschiedlich gestaltet sein müssen, um die örtlichen Gebäudestrukturen stilistisch weiterzuführen. So integriert sich die Anlage perfekt in das Ortsbild, ist aber dennoch ein sehr eigenständiges, markantes Ensemble“, so Architekt Stefan Thalmann von okai architekten (Oberkärntner Architekturinitiative).

Brücke zwischen Tradition und Moderne

Der Einsatz von Dachziegel, die die perfekte Brücke zwischen Tradition und Moderne schlagen, war dem Architekten ein besonderes Anliegen. Mit dem Tondach Figaro Deluxe haben die Planer das perfekte Produkte für ihr Vorhaben gefunden.

Leopold Dorer, Chef der gleichnamigen Dachdeckerei aus dem Osttiroler Dölsach, war mit seinem Team für die Umsetzung verantwortlich. Dorer ist bekannt für seine Leidenschaft für außergewöhnliche Bauwerke: Männer wie er werden immer besser, je schwieriger die Aufgabe ist, vor der sie stehen. Dorers Team ist handverlesen. Seine Mannschaft hat in Sibirien Industriehallen verkleidet und in Irland großflächige Dächer gedeckt. Erste Wahl sind die Dölsacher immer dann, wenn's steil wird. Etwa auf dem Stephansdom und anderen Kirchen der Diözese Wien. Auch die Burg Liechtenstein in Maria Enzersdorf bei Wien war eines dieser Projekte.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Da mutet das Projekt am Weißensee eher wie eine Routinearbeit an. War es aber nicht, versichert Dorer: „Da die Chalets rasch Stück für Stück umgesetzt werden mussten, war eine perfekte Abstimmung mit den Gewerken notwendig. Vor allem das Zusammenspiel zwischen den planenden Architekten und den Zimmermännern war für uns entscheidend. Wir sind an unsere Aufgabe sehr analytisch herangegangen – wie in einem Systembau.“

„Pro Haus haben wir nur knapp 1 Tag gearbeitet und auch die Spenglerarbeiten erledigt. Unser dreiköpfiges Team hat zügig Haus für Haus fertigstellt – und alles hat geklappt wie am Schnürchen“, zeigt sich der drahtige Dachprofi von der Umsetzung begeistert.

Vom vielseitigen Dachziegel Tondach Figaro Deluxe ist Dachdecker-Meister Dorer überzeugt: „Das Erscheinungsbild der Chalets wird durch den Ziegel und die beiden verwendeten Farben anthrazit und weiß-grau antik entscheidend geprägt. Für mich ist der Figaro Deluxe der perfekte Ziegel mit der perfekten Optik für ein Projekt wie hier am Weißensee. Eine andere Dachform wie das Satteldach wäre für das Lei.Do schlicht undenkbar gewesen.“

Nicht nur Touristen und Besucher der Lei.Do Appartmenthotels zeigen sich begeistert von der Umsetzung, auch in der Fachwelt fand das Projekt große Anerkennung: 2017 wurde das Chaletdorf mit dem Kärntner Holzbaupreis umgesetzt. Die Jury lobte die perfekte Einbettung in die Landschaft bei gleichzeitiger moderner Interpretation der Architektur. Da lässt sich´s doch gleich noch ein bisschen besser entspannen…

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