Vorteile eines Steildachs

Vorteile des Steildachs
Das Steildach ist die beste Art ein Haus zu schützen. Alle Vorteile finden Sie hier im Überblick.

Hausdächer können die unterschiedlichsten Formen haben. Je nach Bauart haben diese Dachformen unterschiedliche Vor- und Nachteile. Ein besonderer Klassiker ist das Steildach. Im Gegensatz zu anderen hat diese Dachform ganz entscheidende Vorzüge, was es nach wie vor zur beliebtesten Dachform in Österreich macht.

Schutz gegen Wind und Sturm

Ein Steildach schützt effizient vor Wind und Sturm. Da die einwirkenden Windkräfte direkt am First brechen, verringert sich die Sogkraft auf der dem Wind abgewandten Seite. Zudem werden Steildächer im Regelfall kleinformatig gedeckt und die einzelnen Dachziegel werden vom Wind nicht komplett verweht, sondern nur angehoben, da kein Unterdruck entstehen kann. Eine professionelle Montage und eigens dafür konzipiertes Zubehör von Tondach sorgen für eine fachgerechte Ausführung und somit für einen optimalen Schutz vor starken Stürmen.

Sicherer Regenschutz

Für Fachleute ist die Regensicherheit eines geneigten Daches das Ergebnis jahrhundertelanger Erfahrungen. Dabei werden die Niederschläge von den höher liegenden, überdeckenden Dachziegeln so auf die darunter liegenden geleitet, dass im Normalfall kein Wasser in die Konstruktion eindringen kann.
 
Die Regensicherheit einer Dachdeckung hängt maßgeblich von der Dachneigung ab. Die Grenze für die Regensicherheit eines Dachmaterials gibt die Regeldachneigung an. Sie gibt die unterste Dachneigungsgrenze an, bei der sich eine Dachdeckung in der Praxis als regensicher erwiesen hat. Das bedeutet, dass jedem Deckwerkstoff eine spezifische Regeldachneigung zugeordnet ist. Die Neigung eines Daches sollte nach Möglichkeit immer höher als die Regeldachneigung sein. Verallgemeinernd lässt sich feststellen: Je steiler die Dachneigung, umso höher die Sicherheit gegen Wassereintritt.

Schutz vor Schneelast

Österreich ist ein Land der weißen Pracht. Für welche Schneelasten Dachkonstruktionen ausgelegt sein müssen, ist in Normen geregelt. Sie sind nach Region und Seehöhe unterschiedlich und bereits beim Haus- und Dachstuhlbau zu erfüllen (ÖNORM EN 1991-1-3 mit „nationalem Anhang“ sowie ÖNORM B 4000).
 
In individuellen Berechnungen wird ermittelt, für welche theoretischen Schneelasten die Dachkonstruktionen ausgelegt sein müssen. Österreich ist dazu in vier Schneezonen eingeteilt. Als Faustregel gilt: Hat ein Dach eine Neigung von z. B. 40° werden ca. 40 Prozent der Dachlast bereits über die Neigung abgefedert.

Optimaler Hitze- und Kälteschutz

Beim ausgebauten Dachgeschoss stellt der optimale Wärme- bzw. Kälteschutz eine der wichtigsten Aufgaben dar. Im heißen Sommer muss das Klima unter dem Dach angenehm kühl und im kalten Winter dagegen wohlig warm sein. Daher wird unter der äußeren, gegen den Regen schützenden, Dachhaut aus Dachziegeln eine moderne Wärmedämmung eingebaut. Eine solche Wärmedämmung kann von erfahrenen Dachhandwerkern auch nachträglich fachgerecht ausgeführt werden.

Schutz gegen Schall und Lärm

Neben dem Wärme- und dem Feuchtigkeitsschutz steht der Schallschutz bei einem Dach an oberster Stelle. Denn zur Behaglichkeit gehört auch eine akustisch ungestörte Atmosphäre. Mit wenig Aufwand können beim normalen Ausbau eines Dachgeschosses gute Luft-Schalldämmwerte erreicht werden. Der optimale Lärmschutz wird dabei von den Werkstoffen der Dachdeckung aber vor allem durch eine geeignete Innenbekleidung erzielt.
 
Bei der Luftschall-Dämmung ist neben dem Gewicht vor allem die Fugendichtigkeit des Dachaufbaus von großer Bedeutung. Je schwerer eine Konstruktion ist und je weniger Fugenanteile sie besitzt, umso höher ist der Luftschall-Dämmwert.
 
In Gebieten mit hoher Schallbelastung, wie z.B. Flughäfen, kann ein höheres Schalldämm-Maß durch die Verstärkung der Unterkonstruktion erreicht werden. Noch mehr bringt eine entsprechende Innenverkleidung. Der erfahrene Dachhandwerker berät ebenfalls zu einer optimalen Schalldämmung.

Mehr Wohnraum

Der Dachausbau wird immer beliebter, kein Wunder, kann man doch relativ kostengünstig neuen Wohnraum im eigenen Haus schaffen. Beim Steildach ist aufgrund der Architektur und damit der Raumgebung ein Ausbau besonders rasch und unkompliziert möglich.
 
Um Baukosten zu reduzieren, sollte der nachträgliche Ausbau beim Neubau bereits mitbedacht werden, zum Beispiel durch den Einbau einer normgerechten Wärmedämmung sowie ausreichenden Dachfenstern für eine gute Wohnraumbelichtung. Rat wissen hier erfahrene Dachhandwerker und Planer.

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